Heizkosten sparen: 10 Tipps für einen wohlig warmen Winter

Nach einem warmen Sommer und Spätsommer wird es jetzt plötzlich merklich kälter und bald stellen wir wohl die Heizung an. Wir gehören zu den 19,6 Millionen Wohnungen mit Gasheizung. Das heißt wir müssen uns diesen Winter nicht nur wortwörtlich „warm anziehen“… in den letzten Wochen habe ich viel gelesen und recherchiert. Deshalb teile ich mit euch meine Top10 Tipps um Heizkosten zu sparen gibt’s hier! Ich hoffe, es ist das ein oder andere dabei, was es euch in der Übergangszeit und dem Winter kuschelig warm macht und was ihr vielleicht noch nicht wusstet oder vorbereitet habt – Heizkosten sparen ganz ohne große Investitionen mit ein paar kleinen Tricks!

1. Zugluft vermeiden 

Rund ein Fünftel der Heizwärme kann nach groben Angaben des Bundes für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) durch dichte Türen und Fenster gespart werden, Prüft die Fenster und Türen, ob sie dicht sind, z.B. mit einem Feuerzeug oder einer Kerze. Eine flackernde Flamme zeigt wo undichte Stellen sind, unerwünschte Kaltluft eindringt und eine Abdichtung notwendig ist. Für die Fenster eignen sich Schaumstoffstreifen zum Aufkleben und spezielle Abdichtungsleisten mit kleinen Bürsten für die Haustür oder Zugluftstopper, die man vor die Tür legt. Zusätzlich kann auch eine Thermogardine vor der Haustür schützen. So bleibt kalte Zugluft draußen.

2. Heizung entlüften und warten

Die Heizkörper werden nicht richtig oder unterschiedlich warm? Es gluckert? Dann ist eventuell Luft im System – das verbraucht mehr Energie. Mit einem Entlüfterschlüssel könnt ihr ganz einfach selbst die Luft aus dem heißen Heizkörper rauslassen. Prüft auch den Druck im Heizungssystem und füllt gegebenenfalls Wasser nach – in einem Mehrfamilienhaus mit Zentralheizung wendet euch dafür am besten an die Hausverwaltung oder den Hausmeister.

3. Thermostat richtig einstellen

Die Heizung als erstes, wenn sie nicht richtig warm wird oder gluckert, mit einem Schlüssel entlüften, damit sich die Wärme wieder gleichmäßig verteilt. Dann die Funktionen der Thermostate prüfen – manchmal verkalkt der Stift und die Temperatur lässt sich nicht mehr richtig regeln- und die richtige Temperatur pro Raum einstellen. Als Regel gilt: Jedes Grad weniger spart durchschnittlich sechs Prozent Heizkosten. Stufe 1 entspricht etwa einer Temperatur von 12 Grad. Der Abstand zwischen einer Stufe zur nächsten beträgt dabei etwa 4 Grad, die kleinen Striche dazwischen markieren jeweils ein Grad. Stufe 5 entspricht also etwa 28 Grad. Im Wohn- und Arbeitszimmer sind 20 Grad (Stufe 3) perfekt, im Bade- und Kinderzimmer 22 Grad (Stufe 3 bis 4) und im Schlafzimmer reichen oft auch 17-18 Grad (Stufe 2 bis 2,5), in Küchen reicht oft eine Temperatur um 17 Grad (Stufe 2), da hier viel Wärme durch Kochen oder Abwärme des Kühlschranks anfällt, in weniger genutzten Räumen und im Flur reichen sogar 16 Grad Raumtemperatur. Niedriger solltet ihr die Heizung nicht einstellen, sonst droht Schimmel. Bei einem programmierbaren, elektronischen Thermostat könnt ihr die genau Temperatur einstellen oder auch Uhrzeiten, zu denen geheizt werden soll – wenn ihr nicht mehrmals am Tag manuell die Thermostate einstellen wollt. Sie sind oft Teil von Smart Home Lösungen und können Minuten genau bestimmen, wann die Temperatur steigt und absinkt – aber auch entsprechend teuer. Ich bleibe bei manuellen Thermostaten, zusätzlich gibt’s Thermometer mit Temperatur und Feuchtigkeitsanzeige für die Wohnräume, um die Raumtemperatur zu überwachen und Lüftungszeiten im Blick zu haben.

4. Nachtabsenkung für die Heizung

Wer die Vorlauftemperatur seiner Heizung nachts herunterfährt, kann bereits eine große Ersparnis erzielen. In der Regel liegt eine Nachtabsenkung bei 3-4 Grad. Darüber hinaus könnt ihr mit einem Wochenprogramm ein persönliches Heizprofil zusammenstellen und im Sommer auf einen reinen Warmwasserbetrieb um- und die Heizung abstellen. Sprecht ggf. mit eurem Heizungsinstallateur für die optimale Einstellung weitere Infos findet ihr z.B. bei der Verbraucherzentrale

5. Warmwasser Nutzung reduzieren 

Empfehlenswert sind Durchlaufbegrenzer und Perlstrahler an den Wasserhähnen und Duschköpfen. Die einen begrenzen das durchfließende Wasser, die anderen mischen dem Wasser Luft bei und senken so den Verbrauch an Warmwasser und sparen damit ebenfalls Heizkosten. Die Installation ist sehr einfach und die Investition gering – Perlstrahler sind ab zwei, Sparduschköpfe ab 20 Euro zu haben. Darüber hinaus könnt ihr – sofern ihr die Heizungseinstellung selbst vornehmen könnt – an der Heizung 2-3 Zeitfenster von 45-60 Minuten für Warmwasser definieren. Hier gilt die Faustregel: nicht Durchheizen, aber auch nicht zu häufig auskühlen lassen. Individuelle Mindestgrenze einfach austesten. Ihr braucht zwischendurch heißes Wasser, zum Beispiel zum Abwaschen? Dann macht doch einfach Wasser im Wasserkocher heiß, statt auf warmes Wasser aus dem Wasserhahn zu setzen.

6. Alternativen zur Gasheizung nutzen 

Einen Kamin oder Ofen mit Holz zu heizen wird vermutlich kurzfristig schwierig und für die Mietwohnung unmöglich. Aber kennt ihr schon meinen Teelichtofen? Der wird auf Pinterest gerade richtig stark geklickt und sorgt mit einer Investition von ca. 25 Euro für eine schöne Wärmequelle im unmittelbaren Umfeld. Auch ein Halogen Heizstrahler für den Wickeltisch kann z.B. im Badezimmer kurzfristig für wohlige Wärme sorgen.

7. Richtig lüften 

Die wichtigste Regel in der Heizperiode: Mehrfach täglich ein paar Minuten stoßlüften statt dauerhaft die Fenster auf Kipp! Am besten gegenüberliegende Fenster oder Türen gleichzeitig öffnen und für Durchzug sorgen. So wird die Luft im Raum besonders schnell ausgetauscht, ohne dass die Wände auskühlen.

8. Mit Teppichen eine behagliche Atmosphäre schaffen

Fliesen, Stein- oder Holzböden sind weit verbreitet und bei einer Fußbodenheizung auch sehr sinnvoll. Wenn ihr jedoch mit Heizkörpern heizt, können sich die Böden schnell kalt anfühlen. Um Abhilfe zu schaffen könnt ihr Läufer oder Teppiche auslegen. Sie verändern das Kälte Empfinden und man nimmt die Räume durch das warme Gefühl am Boden als rund zwei Grad wärmer und angenehmer wahr. Die Heizung kann entsprechend um zwei Grad niedriger eingestellt und Heizkosten gespart werden.

9. Warme Kleidung 

Dicke Pullis, Wollsocken und Thermounterwäsche liegen im Schrank bereit, denn das persönliche Wärmeempfinden ist ganz individuell, egal was die Temperaturanzeige sagt.

10. Flanell, Wolle und Co.

Das Bett lädt mit wärmender Flanell-Bettwäsche ein und Wärmflaschen wärmen das Bett abends gegebenenfalls vor. Vielleicht steigt ihr auch auf einen gemütlichen Schlafanzug statt Negligé um. Ansonsten hilft nur beim Liebsten oder der Liebsten ankuscheln. Auf dem Sofa gibt’s eine kuschelige Wolldecke – oder auch zwei.

Habt ihr noch ein paar Tipps um Heizkosten zu sparen? Dann schreibt mir gerne und ich werde die Liste in den nächsten Wochen noch erweitern.

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