Stromsparen im Alltag: Kennst du schon diese Stromspartipps?

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Die Nebenkosten für Energie sind in diesem Jahr eine echte Herausforderung. Doch mit diesen Tipps könnt ihr im Haushalt sofort Stromsparen und damit die Stromkosten spürbar senken, denn Strom ist so teuer wie nie. Im Schnitt zahlst du aktuell rund 37 Cent pro Kilowattstunde. Allerdings hängt der Stromverbrauch stark von der Zahl und Art Deiner elektrischen Geräte sowie deinem Verhalten ab. 

Das wichtigste in Kürze

  • Abschalten statt Stand-By-Funktion – viele Geräte verbrauchen trotz Aus-Schalter weiter Strom
  • Energie effiziente Geräte – Prüfe, welche Geräte viel Strom verbrauchen und überlege, alte Elektrogeräte gegen neue, energieeffiziente Modelle auszutauschen oder sie abzuschaffen. 

Wie erkennst du Stromfresser? Was verbraucht am meisten Strom im Haushalt?

Mache den Stromcheck und prüfe wo du im Vergleich mit deinem aktuellen Stromverbrauch liegst. Der Stromverbrauch hängt von mehreren Faktoren ab: Größe der Wohnung, Art der Warmwasseraufbereitung, Anzahl der Personen im Haushalt und Anzahl und Art der Elektrogeräte. Aus dem ermittelten Wert und Einordnung in der Übersicht lässt sich ableiten, wie hoch dein Einsparpotenzial beim Stromsparen ist. Benötigst du mehr Strom als angegeben? Kannst du deine Stromkosten erheblich senken. Liegt dein Verbrauch mind. 30 Prozent unter dem Vergleichswert ist der Spielraum für eine Einsparung gering.

Den Stromverbrauch einzelner Geräte überprüfst du am besten mit Strommesser (ca. 15 Euro), so kannst du einzelne Geräte, die viel Stromverbrauchen am besten identifizieren. Darüber hinaus müssen Geräte ein Effizienzlabel tragen. Die sparsamen Geräte bekommen ein Label mit den Buchstaben B und A. Allerdings haben sich die Energie-Effizienzklassen im Laufe der Zeit mehrfach verändert, denn die Geräte sind in den vergangenen Jahren immer effizienter geworden.

Sowohl in Ein- und Zweifamilienhäusern als auch in Mehrfamilienhäusern verursachen die großen Geräte zum Kühlen, Kochen und Trocknen – also Kühlschrank, Herd, Waschmaschine, Trockner, Geschirrspüler (sogenannte „weiße“ Haushaltsgeräte) – den größten Anteil am Stromverbrauch. Die zweite Gruppe bilden „Kommunikation und Unterhaltung“ mit Fernseher, Computer, Playstation und Co, erst dann folgt das Licht. Aber auch die alte Heizungs- bzw. Umwälzpumpe kann ein richtiger Stromfresser sein.

Eine Übersicht zum Stromverbrauch einzelner Geräte findest du hier!

Stromsparen: Wie kannst du dich beraten lassen?

Du brauchst die Einschätzung und Beratung eines Experten, wo und wie man Strom spart? Dann suche Beratung in einer Verbraucherzentrale auf oder hole dir Hilfe von einem Energie-Berater (Telefonnummer: 09001 36 37 44 3. Ein Anruf von einem Fest-Netz-Anschluss kostet 14 Cent für 1 Minute. Eine Energie-Beratung wird von der Bundesregierung bezuschusst und kostet zwischen 10 Euro und 30 Euro: Seit Juli 2012 erhalten Bewohner eines Ein- oder Zweifamilienhauses für eine Energieberatung einen Zuschuss von bis zu 400 Euro.) Für Menschen mit wenig Geld ist die Energie-Beratung kostenlos. Hier gibt es das Programm „Stromspar-Check„, das zum 1. April 2022 für Haushalte mit niedrigem Einkommen ausgebaut wurde – die Beratung ist kostenlos. Die Energieberater geben Tipps zu allen Fragen rund ums Energie sparen.

Tipps zum Stromsparen

  1. Heizen – mit Bedacht

Im Rahmen des Stromverbrauchs geht es besonders um die Heizungs- bzw. Umwälzpumpe, die mit Abstand zu den größten Stromfressern zählt. Ein Austausch auf eine effizientere Pumpe kann sich schnell rentieren. Fragt am besten mal beim Installateur Eures Vertrauens nach. Siehe auch meine Heiztipps.

  1. Kühlschrank & Gefrierschrank – auf die Temperatur kommt es an

Wer auf die optimalen Temperaturen beim Kühlen und Gefrieren achtet, kann viel Geld sparen. Sieben Grad im Kühlschrank und minus 18 Grad im Eisfach reichen aus. Jedes Grad weniger steigert den Stromverbrauch jeweils um sechs Prozent. Wer seinen Kühlschrank und sein Gefrierfach, -schrank oder -truhe jährlich ein- bis zweimal abtaut, spart ebenfalls Strom. Auch die Reinigung der Lüftungsgitter am Kühlschrank, die bei Staub und Dreck zu einem Wärmestau führen, können beim Sparen helfen.

Mach den Kühlschrank oder das Gefrierfach immer nur ganz kurz auf zu. Lass die Tür des Kühlschranks oder Gefrierfachs nicht zu lange offenstehen, wenn du Lebensmittel hineinlegst oder herausnimmst. Stelle keine warmen Speisen in den Kühlschrank, sondern lasse sie vorher abkühlen, sonst bilden sich Wasser und Eis in den Geräten und erhöhen den Stromverbrauch.

  1. Herd & Backofen – Restwärme und Umluft nutzen

Wenn ihr Wasser kochen wollt – egal ob für Tee, Nudeln oder Gemüse – nutzt am besten einen Wasserkocher. Das geht schneller und effizienter als auf dem Herd. Außerdem sollten Töpfe beim Kochen immer abgedeckt sein, ohne Deckel strömt viel Wärme aus dem Topf in die Küche, der Kochvorgang dauert länger und braucht mehr Energie. Außerdem könnt ihr die Herdplatten ruhig ein paar Minuten früher abschalten, auch wenn die Kochzeit noch nicht zu Ende ist, den Topf auf der warmen Herdplatte stehen lassen und die Restwärme nutzen. Gleiches gilt auch für den Backofen. verzichtet auf das Vorheizen, benutzt beim Backen lieber Umluft statt Ober-/Unterhitze sowie die Restwärme im Backofen. Das spart Energie.

  1. Geschirrspüler, Waschmaschine & Wäschetrockner – Volle Ladung im Eco-Modus

Achtet darauf, dass sich eine Wäsche auch lohnt, das heißt belade deine Waschmaschine und Deinen Geschirrspüler möglichst voll. Keine halbleeren Maschinen. Mit dem Eco-Modus und geringeren Temperaturen spart ihr Storm. Achtet allerdings darauf regelmäßig auch mal bei mindestens 60 Grad zu waschen, damit sich keine Keime und Schimmelsporen in der Maschine sammeln.

Wenn es warm draußen ist und du einen Balkon oder Garten hast, sollte man Wäsche lieber auf dem Wäscheständer oder der Wäschespinne an der frischen Luft trocknen lassen. Oder belüfteten Keller. Benutzt den Wäschetrockner so wenig wie möglich.

  1. Unterhaltungselektronik & Home Office – Abschalten statt Stand-by

Laut Verbraucherzentrale verbrauchen Fernseher, Computer oder auch Spielekonsolen den meisten Strom im Haushalt – bis zu einem Drittel des Verbrauchs. Deshalb ist es wichtig besonders darauf zu achten, ob sie nur im Stand-by-Modus sind, denn bleiben die Geräte im Standby-Modus, ziehen sie weiterhin Strom. Zwar nur geringfügig, aber bei vielen Gerätenten und Stunden Standby-Betrieb pro Tag summiert sich der Stromverbrauch dann schnell. Deshalb Drucker, Fernseher und Co. in der Nacht vom Strom nehmen und den Stecker ziehen – und wenn möglich, nur dann mit Strom versorgen, wenn man ihn benötigt. Besonders praktisch ist es, die Geräte an eine Steckdosenleiste mit Kipp-Schalter anzuschließen und den Schalter vor dem Zubettgehen bzw. wenn die Geräte nicht mit Strom versorgt werden müssen, umzulegen und damit den Strom abzuschalten – statt einzeln die Stecker zu ziehen. Ladegeräte für Laptop, Handy E-Reader und Co. nach dem Aufladen aus der Steckdose ziehen, sonst ziehen sie ebenfalls weiter geringfügig Strom.

Du arbeitest zu Hause? Stelle den Bildschirm dunkler ein, so wie es für dich noch gut ist, schalte den Bildschirm aus, wenn du eine kleine Pause machst und nutze den Laptop zwischendurch auch mal im Akkubetrieb, dann verbraucht er weniger Energie, als wenn er ans Stromnetz angeschlossen ist. Auch beim Router kann man in der Regel in den Einstellungen eine Zeitsteuerung vornehmen und die WLAN-Funktion nachts deaktivieren und damit Strom sparen.

  1. Lampen & Licht – bewusst einsetzen

Macht in einem Zimmer nur dort Licht, wo ihr das Licht braucht. Ihr verlasst einen Raum? Dann macht unbedingt das Licht hinter euch aus, wenn sich niemand mehr im Raum befindet. Auch ein Austausch der Lampen lohnt sich. Mit 6- oder 12-Watt-Lampen lässt sich ein Zimmer bereits gut beleuchten. LED- und Energiesparlampen sind zwar teurer als herkömmliche Glühbirnen in der Anschaffung, sparen aber viel Strom ein. Und im Herbst und Winter ist es doch auch bei Kerzenschein oder einem Kaminfeuer ganz gemütlich, oder?

Und last but not least: Verwendet mechanische statt elektrischer Geräte, z.B. zum Mahlen von Kaffee, Schneiden von Brot oder Aufschlagen von Sahne.

Hast du noch besondere Tipps zum Stromsparen?

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